Historisch – Persönlich

Prof. Dr. Johannes Klein hat als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes an den Universitäten Heidelberg, Lübeck, Oxford und London studiert. Während mehrjähriger Forschungsaufenthalte arbeitete er, gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Alexander von Humboldt-Stiftung, am Joslin Diabetes Center der Harvard Medical School in Boston, USA, und an der University of Toronto in Kanada. Forschungsschwerpunkte bildeten grundlegende Mechanismen für die Regulation des Energiestoffwechsels anhand eines von ihm entwickelten Zellmodells (für „Geschichtsliebhaber“:
http://www.adipo-site.de).

An der Universität Lübeck und am zugehörigen Klinikum war und ist Prof. Klein als Internist, Endokrinologe und Diabetologe langjährig in Klinik, Forschung und Lehre tätig. Seiner Vorliebe zur umfassenderen Langzeitbetreuung von Patienten folgend hat er seit 2008 den Schwerpunkt seiner Arbeit in den ambulanten Bereich verlegt und zusammen mit Dr. D. Waller, der die erste endokrinologische Praxis in Schleswig-Holstein eröffnet hatte, das Zentrum Endokrine Medizin gegründet. Im Jahr 2018 eröffnete Prof. Klein einen zusätzlichen Standort in der Innenstadt Lübecks, wo er mit Dr. V. Ott, einem ehemaligen Mitarbeiter seiner Forschungsgruppe und endokrinologischen Fachkollegen, in einer Praxisgemeinschaft arbeitet. Ein weiterer ehemaliger Mitarbeiter, PD Dr. Iwen, leitet inzwischen den Standort in der Hamburger Innenstadt als endokrinologische Praxis des Medizinicums.

Mehrere Jahrzehnte ärztlicher Tätigkeit haben die Begeisterung von Prof. Klein für das Querschnittsfach Endokrinologie stetig wachsen lassen, nicht zuletzt wegen oft unerwartet vielfältiger klinischer Zusammenhänge und sich ständig verbessernder diagnostischer und therapeutischer Optionen. Dabei legt er Wert darauf, dass gutes ärztliches Wirken sich nicht darin erschöpft, nach Abschluss einer modernen apparativen und Labor-Diagnostik die in Algorithmen vorgegebenen Therapieschritte einzuleiten. Die einzigartige und im Wandel befindliche Situation eines Menschen wird nur selten befriedigend in Leitlinien abgebildet. Erst wenn zum scharfen klinischen Blick das offene Ohr kommt, wird das Gelingen individueller Behandlungserfolge nachhaltig möglich.

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